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Le Calle liegt etwa zehn Gehminuten vom Ortskern Bolsenas entfernt. Sie erreichen ihn über einen romantisch bewachsenen Fußweg entlang des Sees. Zum etwa 100m entfernten See gelangen Sie über den hauseigenen Weg. Dort finden Sie einen wunderschönen schwarzen Sandstrand vor.

Bolsena, dieser wichtige Ort der Sommerfrische erhebt sich am Nordostufer des gleichnamigen Sees und liegt inmitten der weichen Hügellandschaft der Monti Volsini. Seine Wirtschaft gründet sich neben dem Fremdenverkehr auf die Landwirtschaft und die Fischerei. Schließlich ist der Lago di Bolsena mit 270 Quadratkilometern der größte und tiefste Vulkansee Europas.

Als Ausflugsorte bieten sich die jeweils etwa 110 km entfernte Städte Rom und Siena an. Wenn es heute noch Geheimtipps gibt, dann ist der kleine Ort Civita di Bagnoregio wirklich noch einer. Auf einem kleinen Felsplateau liegend, wurde dieser mittelalterliche Ort Anfang des 20. Jh. von seinen Bewohnern verlassen und später mit Künstlerwohnungen wieder hergestellt. Über Montefiascone, dem Ursprungsort des berühmten italienischen Weines "Est-Est-Est" (kurzer Stopp bei jener Kirche, in der der Adelige begraben ist, dem man mit dem "Est-Est-Est" in Zusammenhang bringt) geht es in die Papststadt Viterbo. Hinter einer perfekt erhaltenen Stadtmauer verbirgt sich eine mittelalterliche Stadt mit unverfälschtem italienischen Alltagsleben. Viterbo zählte neben Orvieto auch zu jenen Orten, die die Päpste gerne als "Fluchtresidenzen" aufsuchten.

Religiös betrachtet ist vor allem an das Wunder des Corpus Domini zu erinnern, das sich 1263 während einer von dem böhmischen Priester Pietro da Praga zelebrierten Messe ereignete. Bei der Elevation fielen einige Tropfen Blut von der Hostie auf die Messgewänder und den Marmorfußboden, die seit 1693 in der Cappella del Miracolo der aus dem 11. Jh. stammenden Kirche S. Cristina aufbewahrt werden. Urban IV. führte dann das Fronleichnamsfest zur Erinnerung an das Wunder von Bolsena ein. Und noch heute findet an diesem Tag (18. Juni) ein großartiges Blumenfest zum Thema der Eucharistie in den Straßen des Städtchens statt. Am Abend des 23. Juli hingegen feiert Bolsena seine Schutzpatronin, die hl. Christina, mit der Darstellung von lebenden Bildern, die sich auf das Martyrium der Heiligen beziehen (“Mysterien der hl. Christina“).

Das am 2. Juli am Seeufer stattfindende Fisch-Fest sollte man sich nicht entgehen lassen. Hier treffen sich Einheimische und Touristen und sitzen in gemütlicher Runde zusammen.

Unterhalb des Hügels neben dem Gebäudekomplex der Kollegiatskirche und der Cappella del Miracolo erstrecken sich die aus der Zeit zwischen dem 2./3. Jh. und 5. Jh. n.Chr. stammenden Katakomben. Entlang der Straße nach Orvieto zieht sich auf dem Poggio Moscini die 4 km lange etruskische Stadtmauer aus dem 4. Jh. v.Chr., innerhalb derer die Reste verschiedener Denkmäler enthalten sind. Die Burg - das heutige Castello Monaldeschi - wurde im 12.-13. Jh. von den Orvietanern errichtet und beherrscht den Stadtkern von Bolsena. Im Mittelalter bildete sie das Verteidigungsbollwerk der Stadt gegen das Landesinnere. Auf dem gleichnamigen Platz finden wird die Kirche S. Francesco aus der Zeit der Gotik. Bemerkenswert ist an der Eingangswand das Kruzifix aus der Schule des Pastura.

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